Prüfung  nach § 24 Finanzanlagenvermittlungs-Verordnung (FinVermV)

Die  gewerbliche Vermittlung von Finanzanlagen ist durch den § 34 f GewO reglementiert. Danach müssen sich Finanzanlagenvermittler einer jährlichen Prüfung unterziehen. Die Prüfung von Finanzanlagevermittlern nach § 24 Finanzanlagenvermittlungs-Verordnung (FinVermV) ist eine hochgradig anspruchsvolle gesetzliche Pflichtprüfung, so die Wirtschaftsprüfungskammer. Wer der Prüfung nicht nachkommt und keinen Prüfungsbericht einreicht, gefährdet seine Zulassung als Vermittler für Finanzanlagen. Nachfolgend erfahren Sie alles Wichtige.

Natürlich können Sie uns als Prüfer bestellen. Nutzen Sie dazu dieses Formular zum Einholen eines Angebotes

Inhaltsübersicht

Wer muss sich prüfen lassen?
Wer kann prüfen?
Wie teuer ist die Prüfung?
Welche Informationen werden für die Prüfung benötigt?
Wie läuft die Prüfung ab?
Wo muss der Bericht eingereicht werden?
Gibt es auch ungeeignete Prüfer?
Was passiert, wenn Sie den Prüfungsbericht oder die Negativerklärung nicht einreichen?
Welche Pflichten haben Finanzanlagenvermittler?
Mustergliederung des Prüfberichtes nach IDW EPS 840 (Entwurf)
Überblick über die wichtigsten Pflichten nach der Finanzanlagenvermittlungsverordnung

Nur für Prüfer

Mustervorlagen für die Durchführung der Prüfung

Hier erhalten Sie Mustervorlagen für die Durchführung der Prüfung: Muster-Prüfungsbericht, Muster-Auftragsbestätigung, Muster-Vollständigkeitserklärung.

Sie möchten einen Prüfungsbericht?

Folgen Sie einfach dieser Kurzanleitung

  1. Lassen Sie sich ein Angebot erstellen. Nutzen Sie dazu das Angebotsformular
  2. In unserem Angebot erläutern wir das weitere Vorgehen.
  3. Lesen Sie zusätzlich bitte die Anleitung durch
  4. Erteilen Sie den Auftrag
  5. Laden Sie die Prüfungs-Checkliste und bearbeiten diese sorgsam. Melden Sie sich an, dann können Sie Ihre Angaben zwischenspeichern und später weiter bearbeiten

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Prüfung von Finanzanlagenvermittler nach § 24 Finanzanlagevermittlungverordnung (FinVVO)Wer muss sich nach § 24 FinVermV prüfen lassen?

Der Erlaubnispflicht gem. § 34 f GewO unterliegen gewerbliche Vermittler von:

  • Investment- oder sonstigen offenen Fonds
  • Geschlossenen Fonds
  • Sonstigen Vermögensanlagen und Genossenschaftsanteilen
    • Unternehmensbeteiligung
    • Treuhandvermögen
    • partiarische Darlehen
    • Nachrangdarlehen
    • Genussrechte
    • Namensschuldverschreibungen
  • Vermittler von Direktinvestments (zum Beispiel Container, Windräder, Solaranlagen) .

Die Erlaubnis kann für eine oder mehrere Kategorien beantragt und erteilt werden.

Wer kann prüfen?

Geeignete Prüfer sind vor allem Wirtschaftsprüfer. Darüber hinaus sind auch Steuerberater und Rechtsanwälte zugelassen. Voraussetzung ist in allen Fällen, dass die Prüfer über ausreichend Erfahrung, Kompetenz und Ressourcen verfügen. Als anerkannter Spezialist für Finanzdienstleistungsunternehmen gehören wir, Heßler Mosebach Wirtschaftsprüfer Steuerberater,  zum Kreis der prüfungsberechtigten Personen. Der Inhaber einer § 34 f GewO Erlaubnis ist aufgrund des § 24 der FinVermV verpflichtet, die Einhaltung der sich aus den §§ 12 bis 23 FinVermV ergebenden Verpflichtungen für jedes Kalenderjahr durch einen geeigneten Prüfer prüfen und einen Bericht erstellen zu lassen.

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Wie teuer ist die Prüfung nach § 24 FinVermV ?

Die Kosten richten sich nach dem Umfang des Ihres Unternehmens. Bei einfachen Fällen bis etwa 10.000 € wird eine Prüfung nicht mehr als 350 € kosten. Bei komplexeren Sachverhalten kann die Gebühr höher sein, in den meisten Fällen jedoch nicht mehr als 1.500 €. Voraussetzung für diese günstigen Gebühren ist, dass uns die Belege von Ihnen digital zur Verfügung gestellt werden. Folgende Belege werden benötig:

Welche Informationen werden für die Prüfung nach § 24 FinVermV benötigt?

Informationen und Unterlagen. Nach jetzigem Kenntnisstand sollten die folgenden Unterlagen zur Prüfung elektronisch übermittelt werden:

  • Antrag auf Erlaubnis nach §34 f GewO n.F. bzw. Erlaubnis nach § 34f GewO
  • Kopie des Personalausweises der gesetzlichen Vertreter
  • Handelsregisterauszug – nur bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und eingetragenen Kaufleuten (e.K., OHG, KG)
  • Provisionsumsätze gestaffelt nach vertriebenen Produkten
  • Unterschriebene Beratungsprotokolle (Stichproben), wenn Anlageberatung durchgeführt wird
  • Geeignetheitstest wenn Anlageberatung durchgeführt wird bzw. Angemessenheitstest, wenn nur Anlagevermittlung durchgeführt wird (häufig auch Kundenprofil oder WpHG-Bogen genannt)
  • Produktinformationsblätter (wesentliche Anlegerinformationen, Vermögensanlageinformationsblätter)
  • Angaben über Werbemittel, z.B. Webauftritt, Flyer, Anzeigen.

Nutzen Sie einfach das Formular, das gleichzeitig eine Checkliste ist.

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Wie läuft die Prüfung nach § 24 FinVermV ab?

Um das Verfahren für Sie so günstig wie möglich zu gestalten, wickeln wir den Informationsaustausch online ab. Zusätzlich sprechen wir mit Ihnen am Telefon. In bestimmten Fällen kann es vorkommen, dass wir Sie in Ihrem Büro besuchen.

Folgende Schritte sind erforderlich

1. Anforderung eines Angebotes.

Wir erteilen Ihnen ein Angebot per E-Mail. Voraussetzung ist, dass Sie per Online-Formular ein Angebot angefordert haben. Das Angebot besprechen wir mit Ihnen gern auch am Telefon.

2. Auftrag und Auftragsbestätigung

Wenn Ihnen unser Angebot zusagt, teilen Sie uns dies einfach per E-Mail mit. Anschließend übersenden wir Ihnen eine Auftragsbestätigung, die ebenfalls per Online-Formular zu bearbeiten ist. Wenn Sie das Angebot annehmen möchten, füllen Sie das Formular aus (nur wenige Klicks) und senden es ab.

3. Ausfüllen der Prüfungscheckliste.

Die Checkliste ist interaktiv. Sie können die benötigten Dokumente  direkt in der Checklist hochladen. Die Daten werden über eine SSL-gesicherte Leitung übertragen. Bei entsprechender Vorbereitung dauert das Bearbeiten der Checkliste nicht mehr als 1 Stunde. Die Checkliste ist selbsterklärend. Bei Fragen stehen wir natürlich zur Verfügung.

Wenn Sie sich auf unserer Website registriert haben, können Sie die Bearbeitung auch zwischenspeichern und nach erneuter Anmeldung weiterbearbeiten.

3 .Ausfüllen der Vollständigkeitserklärung

Sie können direkt von der Prüfungscheckliste die Vollständigkeitserklärung herunterladen, ausfüllen, unterschreiben, einscannen und wieder hochladen.

Den fertigen Bericht senden wir Ihnen nach erfolgter Prüfung zu.

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Wo muss der Prüfungsbericht eingereicht werden?

Den Prüfungsbericht müssen Sie Ihrer zuständigen Erlaubnisbehörde (IHK oder Gewerbeämter) bis spätestens zum 31. Dezember des darauf folgenden Jahres zukommen lassen. Für das Jahr 2014 können Sie den Prüfungsbericht also bis zum 31.12.2015 bei einreichen. Die Prüfungspflicht entsteht bereits dann, wenn Sie im Berichtsjahr auch nur eine Anlagevermittlung oder -beratung im Sinne des § 34 f GewO durchgeführt haben. Es ist der gesamte Prüfungsbericht einschließlich des Prüfungsvermerks vorzulegen.

Müssen Sie sich auch prüfen lassen, wenn Sie keine Vermittlungen erbracht haben?

Sofern Sie im Berichtszeitraum keine Finanzanlagenvermittlung oder -beratung durchgeführt haben, müssen Sie uns selbstverständlich keinen Prüfungsbericht vorlegen. Stattdessen müssen Sie eine Erklärung darüber einreichen, dass Sie im Berichtszeitraum keine Tätigkeit im Sinne des § 34 f GewO durchgeführt haben (Negativerklärung). Die Negativerklärung ist uns unaufgefordert und schriftlich (allerdings formlos) ebenfalls bis spätestens zum Ablauf des nachfolgenden Kalenderjahres vorzulegen.

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Gibt es auch ungeeignete Prüfer?

Ungeeignet sind Personen dann für die Durchführung der Prüfung, wenn die Besorgnis der Befangenheit besteht. Die Vorschrift entspricht § 16 Abs. 3 Satz 4 MaBV. Besorgnis der Befangenheit liegt insbesondere dann vor, wenn nahe Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem zu Prüfenden bestehen. Dies können verwandtschaftliche, persönliche oder auch wirtschaftliche Beziehungen sein, z. B. bei einer finanziellen oder kapitalmäßigen Bindung des Prüfers gegenüber dem zu prüfenden Finanzanlagenvermittler. Erstellt ein Steuerberater Jahresabschluss und Steuererklärungen kann er in der Regel dennoch die Prüfung durchführen.

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Was passiert, wenn Sie den Prüfungsbericht oder die Negativerklärung nicht einreichen?

Sofern Sie als Finanzanlagenvermittler nach § 34 GewO Ihrer Pflicht zur Übermittlung des Prüfungsberichts oder der Negativerklärung nicht fristgerecht nachkommen, werden Sie  von der zuständigen Erlaubnisbehörde zur Einreichung des Prüfungsberichts aufgefordert. Die Erlaubnisbehörde kann ein Bußgeld verhängen, wenn Sie  als Finanzanlagenvermittler den Prüfungsbericht nicht zum Stichtag vorlegen. Verstoßen Sie als Finanzanlagenvermittler wiederholt und beharrlich gegen die Pflicht zur Übermittlung des Prüfungsberichts oder der Negativerklärung, kann dies Ihre Zuverlässigkeit in Frage stellen. In diesem Fall könnte Ihre Erlaubnis widerrufen werden.

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Welche Pflichten haben Finanzanlagenvermittler?

  • Informationspflichten gegenüber Kunden
  • Vorgaben zu Werbemitteln und Werbemaßnahmen
  • Regelungen hinsichtlich erhaltene Zuwendungen
  • Protokollierung des Beratungsgesprächs
  • Unzulässigkeit der Annahme von Geldern
  • Aufzeichnungs- und Aufbewahrungsregelungen

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Mustergliederung des Prüfberichtes für die Prüfung nach § 24 FinVermV  gemäß IDW EPS 840 (Entwurf)

A. Prüfungsauftrag sowie Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

  1. Hinweis auf Prüfungszeit und Prüfungsort
  2. Hinweis zur Durchführung der Prüfung nach IDW PS 840
  3. Hinweis auf die Einholung einer Vollständigkeitserklärung

B.    Rechtliche Verhältnisse

  1. Name oder Firma, Rechtsform, Gegenstand des Unternehmens, Handelsregister-auszug
  2. Sitz, Hauptniederlassung des Unternehmens, Aufführung von Zweigniederlassun­gen und unselbstständigen Zweigstellen
  3. Zur Vertretung/Leitung berufene Personen: Angabe von Namen und Funktionen sowie ggf. Neuberufungen und Wechsel im Berichtsjahr
  4. Darstellung der erteilten Erlaubnis nach § 34f GewO Abs. 1

C. Art und Umfang der durchgeführten Geschäfte

D. Berichterstattung über Art, Umfang und Ergebnisse der durchgeführten Prüfungs­handlungen zu den einzelnen Vorschriften der FinVermV

I.     Organisatorische Vorkehrungen

a)      Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten (§§ 22 und 23 FinVermV)

b)      Einsatz von Beschäftigten (§ 19 FinVermV)

II.    Informationspflichten (§§ 12, 13 und 14 FinVermV)

a)      Informationspflichten nach § 12 FinVermV – Statusbezogene Informationen

b)      Informationspflichten nach § 13 FinVermV – Information des Anlegers über Ri­siken, Kosten, Nebenkosten und Interessenkonflikte einschließlich der wesentli­chen Anlegerinformationen nach § 13 Abs. 4 FinVermV

c)      Informationspflichten nach § 14 FinVermV – Redliche, eindeutige und nicht irre­führende Informationen und Werbung

III. Einholung von Informationen über den Anleger; Pflicht zur Empfehlung geeigneter Finanzanlagen (§ 16 FinVermV)

a)      Geeignetheitstest bei Anlageberatung (§ 16 Abs. 1 und 3 FinVermV)

b)      Angemessenheitstest bei Anlagevermittlung (§ 16 Abs. 2 FinVermV)

c)      Verbot der Verleitung zum Unterlassen von Angaben (§ 16 Abs. 4 FinVermV)

IV. Pflichten im Zusammenhang mit der Anlageberatung (§§ 15 und 18 FinVermV)

a)      Bereitstellen eines Informationsblatts (§ 15 FinVermV)

b)      Anfertigung eines Beratungsprotokolls (§ 18 FinVermV)

  1. Offenlegung von Zuwendungen (§ 17 FinVermV)
  2. Unzulässigkeit der Annahme von Geldern und Anteilen von Anlegern (§ 20 FinVermV)
  3. Anzeigepflicht (§ 21 FinVermV) E. Prüfungsvermerk

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Überblick über die wichtigsten Pflichten der Finanzanlagenvermittler

§ 12 FinVermV: Allgemeine Informationspflichten

Dazu gehören Name bzw. Firma des Vermittlers, Anschrift, Eintragung in das Finanzanlagenvermittler – Register einschließlich Registernummer, Emittent und Anbieter der zu vermittelnden Finanzanlage. Anschrift der zuständigen Erlaubnisbehörde (IHK).

§ 13 FinVermV

  • Informationen des Anlegers über Risiken, Kosten und Interessenkonflikte.
  • Vorgaben betreffend Werbemitteilungen.
  • Alle Informationen einschließlich Werbemitteilungen, die der Gewerbetreibende dem Anleger zugänglich macht, müssen redlich, eindeutig und nicht irreführend sein. Wichtige Aussagen oder Warnungen dürfen nicht verschleiert oder abgeschwächt dargestellt werden. Werbemitteilungen müssen eindeutig als solche erkennbar sein.
  • Pflicht zur Aushändigung eines Informationsblattes bei der Anlageberatung.
  • Durchführung von Geeignetheits- und Angemessenheitstests.
  • Verbot und Ausnahmen zur Vereinnahmung von Zuwendungen.
  • Pflichten zur Anfertigung eines Anlageberatungsprotokolls.
  • Verbot der Annahme von Geldern und Anteilen enthalten.
  • Aufzeichnungspflichten und Aufbewahrungspflichten geregelt.

§ 14 FinVermV

Informationen und Werbemitteilungen des Anlagevermittlers, die dem Anleger zugänglich gemacht werden, müssen redlich, eindeutig und nicht irreführend ausgestaltet sein. Wichtige Aussagen und Warnun­gen dürfen nicht verschleiert oder abgeschwächt werden. Werbemitteilungen müs­sen eindeutig als solche erkennbar sein.

§ 15 FinVermV:  Bereitstellen eines Informationsblatts

Im Fall einer Anlageberatung über Vermögensanlagen i.S.d. § 1 Abs. 2 VermAnlG hat der Anlagenvermittler / Anlagenberater hinsichtlich jeder abgegebenen Kaufempfehlung rechtzei­tig vor Abschluss des Geschäfts Vermögensanlagen-Informationsblatt zur Verfügung zu stellen, wenn ein solches nach § 13 VermAnlG zu erstellen ist. Dieses muss die wesentlichen Informationen über die Vermögensanlagen in übersichtlicher und leicht verständlicher Weise enthalten.

§ 16 Abs. 1 FinVermV: Geeignetheitstest bei Anlageberatung

Der Anlagenberater hat im Rahmen der Anlageberatung alle Informationen über

  • Kenntnisse und Erfahrungen des Anlegers in Bezug auf Finanzanlagen,
  • die Anlageziele des Anlegers und
  • seine finanziellen Verhältnisse

einzuholen, die erforderlich sind, um dem Anleger eine für ihn geeignete Finanzan­lage empfehlen zu können (Geeignetheitstest).

§ 16 Abs. 2 FinVermV: Angemessenheitstest bei Anlagevermittlung 

Der Anlagenvermittler hat vor einer Anlagevermittlung vom Anleger Informationen über dessen Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf Geschäfte mit bestimmten Arten von Finanzanlagen einzuholen, soweit diese Informationen erforderlich sind, damit der Gewerbetreibende die Angemes­senheit der Finanzanlage für den Anleger beurteilen kann. Die Angemessenheit be­urteilt sich gemäß § 16 Abs. 2 Satz 2 FinVermV danach, ob der Anleger über die er­forderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, um die Risiken im Zusammen­hang mit der Art der Finanzanlagen angemessen beurteilen zu können. Auch hier ist es in der Praxis üblich, dass Anlagenvermittler Klassifizierungen der Anleger und der Anlagen vornehmen.

§ 17 FinVermV: Offenlegung von Zuwendungen

Finanzanlagenvermittler / Anlagenberaterist es im Zusammenhang mit der Vermittlung von und der Beratung über Finanzanlagen nach § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO grundsätzlich nicht erlaubt, Zuwendungen Dritter entgegenzunehmen oder an Dritte zu gewähren. Zuwendungen sind Geldleistungen und andere geldwerte Vorteile. Gebühren und Entgelte fallen gemäß nicht unter das Zuwendungsverbot. Ausnahme: wenn eine Offenlegung gegenüber dem Anleger nach Existenz, Art und Umfang der Zuwendung erfolgt und die Interessen des Anlegers gewahrt werden, können Zuwendungen angenommen werden.

§ 18 FinVermV: Anfertigung eines Beratungsprotokolls (§ 18 FinVermV)

Der Finanzanlagenvermittler / Anlagenberater hat gemäß § 18 FinVermV ein Beratungsprotokoll über jede Anlageberatung unverzüglich nach Abschluss der Beratung und vor Abschluss des Geschäfts in Schriftform anzuferti­gen und dem Anleger eine Abschrift zur Verfügung zu stellen. Das vom Gewerbe­treibenden anzufertigende Beratungsprotokoll ist an konkrete Inhalte gebunden und hat gemäß § 18 Abs. 2 FinVermV vollständige Angaben zu enthalten.

§§ 19 FinVermV: Beschäftigte 

Der Finanzanlagenvermittler / Anlagenberater  hat sicherzustellen, dass auch seine Beschäftigten die Pflichten nach den §§ 11 bis 18 FinVermV erfüllen. Diese Pflicht bezieht sich sowohl auf die Anlageberatung als auch auf die Anlagevermittlung. Hierfür ist es erforderlich, dass der Gewerbetreibende über ein angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem (IKS) verfügt, das auf die Einhaltung der Pflich­ten nach den §§ 11 bis 18 FinVermV durch seine Beschäftigten gerichtet ist.

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