Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Bilanzrichtlinien Umsetzungsgesetz (BilRug) Änderungen für Finanzdienstleister

Bilanzrichtlinien Umsetzungsgesetz (BilRug) Änderungen für Finanzdienstleister

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz – BilRUG

Am 18. Juni 2015 hat der Deutsche Bundestag das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) verabschiedet das am 23. Juli 2015 in Kraft getreten ist. Nachfolgend stellen wir daraus drei Änderungen vor, die künftig bei der Jahresabschlusserstellung zu beachten sind.

Sitz, Amtsgericht und Handelsregisternummer

Künftig sind im Jahresabschluss der Sitz des Unternehmens, das Registergericht, bei dem das Unternehmen ins Handelsregister eingetragen ist, sowie die Handelsregisternummer anzugeben. Wo diese Angaben zu machen sind, ist nicht vorgeschrieben. Wir empfehlen die Aufnahme in den Anhang.

Nachtragsbericht nun im Anhang

Künftig sind Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen im Anhang darzustellen. Diese Informationen standen bisher als Nachtragsbericht im Lagebericht, was nun entfällt.

Gewinnverwendungsvorschlag im Anhang

Künftig ist der Vorschlag der Geschäftsleitung, also der Geschäftsführer einer GmbH oder des Vorstands einer Aktiengesellschaft, über die Verwendung des Bilanzgewinns oder Bilanzverlustes in den Anhang aufzunehmen.

Denkbar sind folgende Gewinnverwendungen:

  • Gewinn- oder Verlustvortrag in das Folgejahr
  • Einstellung in die Gewinnrücklagen
  • Gewinnausschüttung an die Gesellschafter bzw. Aktionäre

Den endgültigen Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns oder Bilanzverlustes fasst die Gesellschafterversammlung der GmbH bzw. die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Das Protokoll darüber ist im elektronischen Bundesanzeiger offen zu legen.

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