Gefährdungsanalyse zur Geldwäsche- und Betrugsprävention

Prüfung alle zwei Jahre

Alle zwei Jahre haben wir mit der Jahresabschlussprüfung eine umfassende Prüfung der Einhaltung der Vorschriften aus dem Geldwäschegesetz vorzunehmen. Die Ergebnisse müssen wir in einem gesonderten Fragebogen darstellen, der dem Prüfungsbericht beizufügen ist. Diese Regelung trat so in Kraft, dass bei den meisten die nächste Prüfung im Jahr 2014 für das Jahr 2013 fällig sein dürfte.

Gefährdungsanalyse

Dafür müssen Sie uns eine sogenannte Gefährdungsanalyse vorlegen. Diese ist nach ihrer Erstellung einmal im Jahr zu aktualisieren. Wenn Sie also zur letzten Geldwäsche- und Betrugspräventionsprüfung bereits eine Gefährdungsanalyse erstellt hatten, genügt es, diese auf den aktuellen Stand per 31. Dezember 2013 zu bringen.

Geldwäsche Betrugsprävention GefährdungsanalyseInhalt der Gefährdungsanalyse

Die Gefährdungsanalyse darf sich nicht nur auf Risiken aus Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beschränken. Sie muss auch „sonstige strafbare Handlungen zu Lasten des Instituts“ einbeziehen. Damit sind betrügerische Handlungen gemeint, durch die Sie einen Vermögensschaden erleiden könnten, z.B. Unterschlagung von Geldern durch Mitarbeiter.

Betrügerische Handlungen

Da betrügerische Handlungen bei kleinen Finanzdienstleistern mit höherer Wahrscheinlichkeit vorkommen dürften als Verdachtsfälle von Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, ist unbedingt darauf einzugehen. Wenn Sie das in Ihrer letzten Gefährdungsanalyse noch nicht berücksichtigt hatten, muss die Aktualisierung etwas umfassender ausfallen.

Umfang der Gefährdungsanalyse

Die Gefährdungsanalyse muss nicht umfangreich sein. Eine Seite kann genügen, wenn der Inhalt konkret auf Ihre spezifische Situation passt. Wichtig ist, dass Sie zu allen drei Bereichen – Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und betrügerische Handlungen – Stellung nehmen und zu einem Ergebnis in Form einer Risikobewertung kommen. Ist die jeweilige Gefahr hoch, mittel oder niedrig?

Wie sieht eine Gefährdungsanalyse aus?

Zur Frage, wie die Gefährdungsanalyse auszusehen hat, gibt das BaFin-Rundschreiben 8/2005 Auskunft, das auf der Internetseite der BaFin abrufbar ist. Vertreter der BaFin haben extra darauf hingewiesen, dass es noch gilt. Zu den Inhalten bezüglich der sonstigen betrügerischen Handlungen findet sich auf der Internetseite der BaFin auch aktuelleres.

Aufbau der Gefährdungsanalyse

Im Wesentlichen muss die Gefährdungsanalyse wie folgt aufgebaut sein:

  1. Bestandsaufnahme der institutsspezifischen Risikosituation
  2. Erfassung der kunden-, produkt- und transaktionsbezogenen sowie internen Risiken
  3. Bewertung der Risiken und Einschätzung des daraus resultierenden Gefährdungspotenzials
  4. Festlegung von geeigneten Präventionsmaßnahmen

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